Samstag, 8. August 2015

Meine vierte Schreibnacht - Das Sommer Special

Bereits seit dem 1. August läuft das Sommercamp auf Schreibnacht.de, bei dem ich mich ebenfalls in eine Hütte einquartiert habe. Täglich werden den Campteilnehmern Aufgaben gestellt, die sie alleine oder in der Hüttengemeinschaft lösen können. Das kann sehr inspirierend sein und hat mir viel Spaß gemacht.


Am Freitag, 7. August fand als Höhepunkt schließlich eine Schreibnacht statt. Es war bereits meine vierte dieser Art und doch sollte sie - wie jede Schreibnacht - etwas Besonderes werden.


Moment... Schreibnacht? Was ist das denn?!

Für alle die nicht mit der Schreibnacht vertraut sind, möchte ich sie hier einmal kurz vorstellen. Die Schreibnacht wurde, soweit mir bekannt ist, von der lieben Jennie ins Leben gerufen. Sie findet einmal monatlich an einem Freitag von 20:00 - 03:00 Uhr statt. Man kann aber natürlich auch schon früher ins Bett gehen. Bisher habe ich aber jedes Mal durchgehalten - mit viel Koffein geht das schon ;-)

Bei der Schreibnacht treffen sich zig Schreiberlinge aus dem deutschsprachigen Raum um gemeinsam an ihren jeweiligen Schreibprojekten zu arbeiten. Sie beginnt um 20 Uhr mit einer Fragestunde, bei der man einen Special Guest mit allerlei Fragen löchern kann.  Anschließend geht es um 21 Uhr los mit der ersten Etappe. Eine Etappe dauert insgesamt 50 Minuten, danach gibt es zehn Minuten Pause, bevor es wieder weiter geht. Vor jeder Etappe kann man sich mit den anderen Teilnehmern austauschen, was man sich für die jeweilige Etappe vornimmt - und im Anschluss dann darüber, ob man es geschafft hat. Zudem gibt es zu jeder Etappe eine Aufgabe, die meist mit dem eigenen Schreibprojekt zu tun hat. Oft sind es knifflige Fragen über die Charaktere, die dazu anregen, sich einmal näher mit seinen Figuren auseinanderzusetzen und zu schauen, ob man sie wirklich so gut kennt, wie man glaubt.

Wer Twitter oder Facebook hat, kann sich zusätzlich auf diesen sozialen Netzwerken zur Schreibnacht austauschen. Vor allem auf Twitter geht jedes Mal der Punk ab - und der Versuch, den #Schreibnacht-Hashtag in die Twitter-Trends zu kriegen. Es hat auch schon das ein oder andere Mal geklappt.

Ein absolutes Muss für die Schreibnacht sind die richtigen Snacks. Vor allem Minipizzas und Süßigkeiten sind beliebt. Bei meinem ersten Mal war ich vorher nicht extra einkaufen, was ich bitter bereut habe, als ich mitbekam, was für tolle Leckerbissen die anderen Schreiberlinge vorbereitet hatten.

Um 20 Uhr geht's los...

Nachdem ich kurz vor 20 Uhr meine Minipizzas aus dem Ofen geholt habe, geht es auch schon mit der Fragestunde los. Heute ist die Illustratorin und Comiczeichnerin Anja Uhren als Special Guest anwesend und steht uns Rede und Antwort. Ich habe heute leider keine Fragen vorbereitet, verfolge aber gespannt die Fragen der anderen, während ich mir den Bauch mit Minipizzas vollstopfe und mir bei der glühenden Hitze anschließend noch ein Schokoeis gönne. Gelegentlich fallen mir noch Fragen ein, die dann aber bereits von schnelleren Usern gestellt werden.

Als es gegen 21 Uhr langsam dunkel wird, verlege ich meinen Schreibplatz vom Sofa auf den Balkon. Obwohl die Sonne bereits hinter dem Horizont verschwunden ist, hat es immer noch stolze 32 Grad. Ich starte die erste Etappe mit einem zehnminütigen WordWar gegen meine Hüttenkollegin Elisanny. Das schnelle Einschreiben ist perfekt, um so richtig in Schreiblaune zu kommen. Ich habe mir heute diesen Blogpost, sowie eine Kurzgeschichte vorgenommen. Ich beginne mit dem Blogpost und merke schnell, dass ich damit länger beschäftigt bin, als zunächst angenommen.

Gegen 22:30 Uhr bin ich schließlich soweit, dass ich mit der Kurzgeschichte beginnen könnte. Doch etwas anderes hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen: die heutige Lagerfeueraufgabe von Thomas! Kurzerhand beschließe ich, mir erst eine kleine Gruselgeschichte einfallen zu lassen, bevor ich mich meinem Projekt widme. Das Ergebnis könnt ihr im Lagerfeuerthread vom 07.08. nachlesen ;-)

Schließlich bin ich aber doch so weit, dass ich mich an die Kurzgeschichte setze. Insgesamt schreibe ich ungefähr 1000 Wörter. Als ich um 2 Uhr morgens das Dokument schließe, ist die Kurzgeschichte noch nicht fertig, aber ein großes Stück gewachsen. Das reicht mir für die heutige Nacht. Da ich ziemlich müde geworden bin und mich nicht mehr wirklich konzentrieren kann, beschließe ich, die letzte Etappe rein für Recherche zu verwenden. Abgesehen davon mache ich mir noch für den Blogpost Notizen, den ich am nächsten Morgen ins Reine schreiben will.

Kurz nach drei Uhr morgens falle ich todmüde ins Bett. Leider dauert es ein paar Stunden, bis ich einschlafe. Nach der Schreibnacht brauche ich immer eine Weile, bis Inspiration und Motivation versickern und dem Schlaf eine Chance geben.




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